Erzgebirgsradrennen Markersbach |
| Geschrieben von Jens Müller am May 26 2010 (22:51 Uhr) |
Mit über 650 gemeldeten Startern konnte das Erzgebirgsradrennen einen neuen Anmelderekord verzeichnen. Unter dem Motto "Wir radeln für Behinderte" wird die Anmeldegebühr einem sinnvollen Zweck gespendet. Unser Team war auf allen beiden Strecken vertreten und konnte zwei Podestplätze einfahren. Stefanie belegte den ersten Platz (28 km) in der Damenwertung und Patrick gewann mit über zwei Minuten Vorsprung die Juniorenwertung auf der Kurzdistanz. Unsere restlichen Starter präsentierten eine sehr gute Mannschaftsleistung. Nur Julius wurde durch einen Defekt auf der Langdistanz ausgebremst und musste über 45 Minuten auf Hilfe warten. Schade nur, da Julius bis zu diesem Zeitpunkt in den Topp 15 lag. Nach dem Rennen ist vor dem Rennen.
[Stefanie] Nach der Aufregung beim Kids Race, wo mein Patenkind Noah Walther letztlich mit Platz 4 belohnt wurde, ging es in den Startblock. Das Wetter war leider gar nicht auf meiner Seite. Nach dem typischen Startgewühle wurde ich im ersten Anstieg gleich von zwei Mädels überholt. Damit war ich schon bedient. Ich versuchte meinen Rhythmus zu finden und kurbelte zum Oberbecken. Nach der Verpflegungsstelle konnte ich eine der Mädels wieder einfangen und mich absetzen. Eine richtig gute Gruppe erwischte ich aber nicht. Ich zog mein Ding durch, nach vorn ging eh nix mehr. Mit Platz 2 in der Gesamtwertung und Platz 1 in der AK bin ich durchaus sehr zufrieden.
[Marco] Das erste Rennen nach der etwas spärlichen Vorbereitung sollte als Standortbestimmung dienen und etwas Härte vermitteln. Nach dem "nassen" Start ging es zügig in den Anstieg, wo ich recht gut mitkam. An der Auffahrt zum Oberbecken mußte ich allerdings die zweite Gruppe ziehen lassen und war ziemlich allein im Wald. Ums Oberbecken und bis zum Huntsmarterflügel ging es dann allein gegen den Wind. Am Fuße des Anstieges holte mich dann Gruppe 3 ein. Gemeinsam ging es dann Richtung Pfahlberg, wobei ich meist Führungsarbeit leistete, weil nix so richtig los ging. In der Auffahrt vom Willibrunnen setzte ich mich wieder mit einem Begleiter ab. Wir arbeiteten gut zusammen, wurden aber trotzdem bergab wieder eingeholt. In die letzte Abfahrt ging ich zuerst und konnte mich dann im Zielanstieg noch von den anderen Bikern absetzen. Letzlich Platz 8 in der AK. Fazit: Es gibt noch viel zu tun, aber die Saison ist ja noch lang.
[Patrick] Markersbach war schon von Wolken bedeckt als wir ankamen und der Wettermann versprach auch nur Regen. Schon ein paar Minuten vor dem Start fing es an zu regnen und so fuhr ich nass zum gut besetzten Starterfeld. Anscheinend war ich der Einzigste, der mit Bike samt Körper nicht über das Absperrband ging, sondern den Anordnungen der Helfer folgte. Als ich nun ganz hinten im Feld verärgert stand, ging es los. Zumindestens vorne, denn hier rührte sich nichts. So überholte ich gefühlt 100 Biker bis zum Anstieg, der in den Wald führte. Die Beine fühlten sich heute sehr gut an und so ging es recht zügig hoch zum Oberbecken. Der heutige Edelhelfer Jens reichte mir meine Trinkflasche und so fuhr ich fix auf die nächste Gruppe auf, denn da oben wehte ein strammes Lüftchen. Bis zum höchsten Punkt des Rennens, fuhr ich mit Thomas zusammen. Beim Versuch an die Gruppe um Ulf Tirschmann heranzufahren, wurde das Loch zu Thomas größer, der aber in der darauffolgenden Abfahrt wieder Anschluss fand. Am vorletzten Anstieg wurde das Tempo durch eine Attacke forciert die aber nichts brachte. An der letzten Rampe zum Ziel wurde das Tempo erneut forciert und ich konterte mit einem Sprint den ich für mich entschied. Mit dem ersten Platz in der AK Wertung bin ich zufrieden.
[Kevin] Früh am morgen gegen 8.30 Uhr starteten wir in Chemnitz, damit ich mein nächstes Rennen in Angriff nehmen konnte. Gut eine Stunde später waren wir angekommen und ich schloss mich gleich mit Patrick kurz. Wir sahen einige bekannte Gesichter (Rico und Jens) und lernten weitere Teamkameraden kennen. Danach ging es bei einsetzendem Nieselregen ans „warmfahren“. Pünktlich 10.35 Uhr reihte ich mich in das Startfeld ein. Um möglichst vorne zu starten quetschte ich mich mit vorne rein. Nach einer netten Ansage ging es dann auch 10.45 Uhr scharf los. Ich kam ganz gut weg und konnte die erste Welle bis zum ersten Waldstück gut mitnehmen. Auf dem Anstieg holte mich Patrick von hinten ein und ich versuchte meinen Platz zu halten. Was bis auf 1-2 Ausnahmen auch gelang. Oben angekommen wartete ich auf meine Hinterleute und so baute sich eine kleine aber gut arbeitende Gruppe auf. Leider verlor sich diese am Anstieg zum 1. Verpflegungspunkt wieder, da ich nicht mithalten konnte. Danach war ich größtenteils alleine unterwegs. Immer mal schlossen einzelne Biker von hinten auf, welche ich bei den Abfahrten ab und an einholen konnte. Am Ende kam ich als 4. meiner AK ins Ziel. Für mich ein gutes Ergebnis, auch wenn es ärgerlich ist so nah am Podium vorbeigeschrammt zu sein. Alles in allem war es ein nettes, wenn auch schnelles Rennen. Nächstes Jahr gerne wieder.
[Rico] Mein heutiger Renneinsatz in Markersbach war immerhin die 7. Teilnahme. Nach dem letztjährigen Podestplatz waren also die Erwartung doch etwas höher angesetzt. In der Startaufstellung wurden wir von netten Regentropfen begrüßt und die Handschuhe weichten so langsam durch. Ich wollte von Beginn gleich etwas Druck machen, um sicher durch die ersten Kurven zu kommen. Dies setzte ich gut um und führte das Feld auch den ersten Anstieg hinaus. An der Flachpassage nahm ich dann etwas raus um die Kräfte für den 1,5 Kilometer langen Oberbeckenanstieg zu sammeln. Leider kam ich nach der Einfahrt ins Gelände etwas schlecht in Schwung und fand mich zugleich in der zweiten Gruppe wieder. Am Oberbecken hatten wir 28 Sekunden Rückstand auf die Führenden und so hieß es auf die Gruppendynamik hoffen. Nach den ersten Kammwellen folgte dann der steilste Anstieg zur Verpflegungsstelle. Dort fuhr ich zu verhalten in den Berg und verlor meine Gruppe. Als es dann über die Kuppe ging, hatte ich mit Steffen Wolfram nur eine Lücke von ca. 50 Metern. Dieses Loch konnten wir zu zweit nicht schließen und fuhren so den Abstand immer hinterher. Auch am vorletzten Anstieg waren die Konkurrenten in Reichweite aber nicht mehr einholbar. Ich löste mich von meinem Begleiter und fuhr die Schlussabfahrt allein Richtung Ziel. Auf diesem kurzen Stück habe ich immerhin über zwei Minuten Zeit verloren. Alles in Allem wieder eine sehr schöne Veranstaltung bei welcher mir nicht nur meine Freundin Peg die Daumen gedrückt hat sondern auch mein kleiner Sohn Jules.
[Thomas] Im Gegensatz zu Langenberg freute ich mich auf die schöne Strecke rund um das Pumpspeicherwerk, welche weniger technisch anspruchsvoll ist. Auf der Fahrt nach Markersbach wurde Patrick (Team Gumball) und mir schnell klar das es wieder ein Regenrennen wird. Im Startgelände freute ich mich viele unserer Teammitglieder wiederzusehen und reihte mich nach kurzem Überreden des Org.-Personals in den ersten Startblock ein. Nach dem Start kam ich ganz gut den ersten Berg zum Oberbecken hinauf und konnte den Anschluss zur Gruppe um Ulf Tirschmann halten, jedoch am Oberbecken angekommen spielte mir der Kopf eine Streich und ich nahm kurz raus. So fuhr ich dann auf der folgenden langen Gerade allein bis von hinten das Duo Patrick & Patrick aufrollte und ich kurz den Windschatten nutzen konnte. Am Anstieg zur Verpflegungsstelle hielt ich das Hinterrad von Patrick Weiße, welcher dann aber auf die Vorderleute aufschließen konnte, was mir nach harter Arbeit in der Abfahrt gelang. Am Zielanstieg attackierte Patrick und ich konnte nur schwer folgen, machte aber in der Gruppe noch Plätze gut. Fazit: Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit den beiden Patrick´s.
[Julius] Markerscreek sollte der Saisoneinstieg in die Wettkämpfe werden und so war die Vorfreude groß endlich mal wieder die anderen Bike Cracks zu sehen. Da ich die Strecken vorher noch nicht kannte holte ich mir einige Tipps von Tony und Rico, studierte die Höhenprofile und entschied mich dann für die 47 km Runde.
Am Wettkampftag konnte auch das bescheide Wetter meine Vorfreude nicht trüben und so ging es zur Anmeldung und zum Start/Ziel Areal. Nach taktischer Absprache mit Rico, war klar, die Schlüsselstelle ist die erste enge Kurve und der erste Anstieg. „Da musst du in der Spitzengruppe sein“ hieß die Anweisung. Es startete die kleine Runde und ich fuhr mich bei Nieselregen weiter warm. Schnell noch ein Schluck aus der Flasche dann ging es los. Auf den ersten Metern übernahm ich die Führung und war zu meinem Erschrecken 20, dann 50 Meter vor dem Hauptfeld. Die enge Kurve war gemeistert, ich lies mich langsam einholen und fuhr in der Spitzengruppe Richtung Oberbecken. Kurz vor der Abfahrt riss ein kleines Loch auf, die Spitzengruppe ca. 8-10 Fahrer machten mächtig Dampf und am nächsten Berg konnten sie sich zu sechst absetzen. Dahinter eine 2er und 3er Gruppe in der Verfolgung. Ich versuchte das Tempo zu halten und klemmte mich an Sebastian Ortmann der von hinten heran flog. Wir holten die 2er Gruppe vor uns ein und sahen auch die anderen vor uns. Die Gruppen formierten sich neu und ich musste Sebastian mit noch einem Biker ziehen lassen. Alleine ging es dann mit gutem Druck auf der Pedale Richtung Fichtelberg. Kurz vor Abzweig der kleinen Runde hatten nun noch 2 Fahrer (Nummer 615 und 955) aufgeschlossen. In guter Zusammenarbeit konnten wir bis kurz vor der Wellenschaukel zusammen fahren. Ich wurde immer besser und konnte mich vor der Bergwertung lösen, sogar zu meinem Vordermann aufschließen und ihn auf der Abfahrt überholen. Nach der Abfahrt Reitsteig kam ein Sebastian Ortmann uns schiebend entgegen. Platten. Einen Kilometer später dann, Zisch, Ratter, Ratter, hatte ich mir auch einen Platten eingefahren. Die Stimmung kippte und die Enttäuschung lähmte mich kurzzeitig. Da ich mit vollem Risiko, ohne Ersatzschlauch und Werkzeug gefahren bin, war nun das Rennen vorbei. Ich schob mein Bike noch bis zum nächsten SanniWagen, dauerte ne dreiviertel Stunde, Schlauchwechsel, ab ins Ziel, Rennen vorbei, Tag im A… äh Eimer. Ok, mir is nix passiert, bei dem hohem Tempo hätte das auch anders ausgehen können, ab sofort wird halt immer Ersatzschlauch mitgenommen.
Zur Veranstaltung, Top Orga, nette Leute, schnelle, leichte Strecke, sehr gute Absperrung und Beschilderung, schön dass die schnellen Fahrer in den ersten Startblock durften, Aufbau von Festzelt und Drumherum auch toll. Eine Platzierung in den Top 15 wäre drin gewesen. Nächstes Jahr gerne wieder.
Impressionen












Letzte Änderung: Jun 02 2010 (22:51 Uhr)
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