03.10.2011 - 10. Adelsberger Bike Marathon |
| Geschrieben von Rico Lasseck am Oct 04 2011 (10:41 Uhr) |
Bei gigantisch schönem Wetter ist die 10. Auflage des Adelsberger Bike Marathons mit einem neuen Teilnehmerrekord zu Ende gegangen. Alle Strecken waren extrem gut besetzt, da viele bekannte Biker den Weg nach Chemnitz gefunden hatten. Neu in diesem Jahr war der Staffelwettbewerb, an dem zwei Akteure unseres Teams mit vertreten waren.
Am Ende des Tages konnten wir auf eine sehr erfolgreiche Veranstaltung zurückblicken. Jens Scholze belegte auf der Langdistanz den 4. Gesamtrang/ 1. AK und Julius Wagler konnte sich im Duell der schnellen Beine auf der Kurzstrecke den 3. Gesamtrang sichern. Marco Fleischer, der mit 3 Freunden in der Staffel startete, gewann mit seinem Team mit hauchdünnen Vorsprung diesen Wettbewerb. In der Mixstaffel konnte unsere Annemarie Becker mit ihrem Team ebenfalls aufs Siegertreppchen klettern.
Wir wünschen all unseren Teammitgliedern sowie Freunden und Bekannten einen entspannten Saisonausklang und fleißiges Wintertraining. Für einige MTBer beginnt jetzt die Crosssaison und zwei unserer Teammitglieder werden im Oktober die Koffer packen, um in Südafrika kräftig in die Pedale zu treten.
[Thomas V.] Nach einem ereignisreichen Jahr inklusive neuer Arbeitsstelle und Umzug an den Rhein, beschloss ich den Adelsberger Bike Marathon als erstes und einziges Rennen dieses Jahr zu absolvieren. Kaum im Start & Ziel Gelände angekommen habe ich schon einige bekannte Gesichter getroffen und ich nutze die Aufwärmphase für den einen oder anderen Plausch. Natürlich lies ich mir das Anfeuern unserer 40km Fahrer nicht nehmen, bevor ich mich dann ganze 20 Minuten vor dem Start in den Startblock der 20km Fahrer einreihte. Direkt nach dem Start versuchte ich jede freie Lücke zu suchen, um etwas an die Spitzengruppe aufzuschließen, wobei ich schon nach wenigen Metern merkte, dass die fehlenden Trainingskilometer den Puls ordentlich in die Höhe katapultierten und die Beine schon leicht zwickten. Also entschloss ich mich recht schnell zu der Taktik dabei sein ist alles und versuchte meine Kräfte einzuteilen. Im Anstieg aus dem Sternmühlental schloss ich auf das Tandem vom Team Fast auf, welches ich dann bis in den Zielanstieg begleitete. Als Fazit kann man sagen es war ein herrliches Rennen das Ergebnis passt zur Jahresfahrleistung, aber hat Lust auf mehr geweckt. Nun heißt es fit durch den Winter und freue mich auf die nächste Saison, wo auch paar Rennen in der Eifel oder den anderen umliegenden Gebirgen dazu kommen sollen.
[Rico] Das zweite Heimrennen in der MTB Saison ist, neben dem Heavy 24, der Adelsberger Bike Marathon. Die ABM Runde führt durch mein bevorzugtes Trainingsgebiet und so kenne ich die Strecke mehr als gut. Im Vorfeld meldete ich mich für die Mitteldistanz, da ich in den letzten Rennen gemerkt habe, dass mir die kurzen Sachen nicht mehr so liegen. In den vergangen Jahr konnte ich auf der 20 km Schleife einen Podestrang erringen und so waren meine Ansprüche demnach sehr hoch. Der Dr. O. hat bereits seine Nichtteilnahme angekündigt und so stand eigentlich nur Herr Brettschneider als ernste Gefahr in der Startliste. Bedingt durch das herrliche Wetter hatten sich aber noch zwei weitere starke Senioren 1 Fahrer nachgemeldet – Sch….! Am Start reihte ich mich in der ersten Reihe ein und ging den eröffneten Bergsprint beim Schösserholz nicht mit. Am Ende des Berges fand ich mich an ca. 25 Stelle und rollte auf der langen Abfahrt in die dritte Gruppe rein. Am folgenden Gegenanstieg brannten die Beine und ich hoffte, dass der Antrieb langsam vorwärts geht. Kurz vor dem ersten Trail zum Höhenweg setzte ich mich an die Spitze der dritten Gruppe und konnte einen Vorsprung herausfahren. Im Anstieg zum Adelsberg stelle ich den Anschluss zur zweiten Gruppe her und blieb ohne Probleme dran. Oben angekommen hatte ich dann meine eigene Verpflegungsfee. Tony Becher stand am Rand und reichte mir die erste Trinkflasche – perfekt. Danach ging es wieder den Adelsberg runter. Hier fuhr Rudi an der Spitze und knallte den Berg runter. Ich rief ihm zu, dass er schneller fahren sollte, aber wenn man die Strecke nicht so gut kennt ist das leichter gesagt als getan. Im folgenden Anstieg zum Adelsberg kam dann nur der trockene Kommentar von Rudi „Bist wohl hier schon mal gefahren – hä“. An die Spitze setzte sich dann der Urvogtländer Rico Leistner und trat mit einer beachtlichen Wattzahl den Berg hinaus. Er wechselte dann auf Rudi, welcher in einem unscheinbaren Trail sein Hinterrad ca. 1 Meter über den Boden hochhob und fast in den Wald knallte. Aber der Marlboro Rudi ist halt ein richtiger Cowboy und so konnte er seinen Stier wieder zähmen. Kurz vor dem Adelsberg holten wir noch den R2 Biker Arndt Weidenhagen. Leider fiel Patrick Weisse aus unserer Gruppe. Sein Vorderreifen konnte der schnellen Abfahrt nicht standhalten und ihm ging die Luft aus…Schade. Fortan ging es zu fünft um den Kurs und die Uhr blieb bei der ersten Zieldurchfahrt bei 49 Minuten stehen. Ich verpflegte mich mit einem Gel, um auch in der zweiten Runde ordentlich an der Kurbel zu ziehen. Beim Anstieg im Schösserholz stellten wir „Little Stark“ und Herrn Heine. An den Anstiegen forcierte eigentlich nur Rico Leistner und ich das Tempo und auf den Geraden drückte der Rudi ordentlich an der Leier. Da die Kurzstreckler nach uns gestartet sind hatten wir das Problem, dass wir ab dem Sternmühlental nur noch am überholen waren. Einige fuhren sofort zur Seite, aber es gab auch Biker welche erst im letzten Moment in die richtige Richtung gelenkt hatten. Wir mussten uns sogar beschimpfen lassen „jaja – ihr seit schon Profis…“. An der letzten Verpflegungsstelle griff ich mir bei Tony eine neue Flasche. Die Abfahrt war dann vielmehr eine Slalomfahrt und am letzten Anstieg zum Adelsberg setzte ich mich an die Spitze, um keine Ausreissversuche zuzulassen. Oben angekommen übernahm Rudi wieder die Führung und sprengte unsere Gruppe. Ich konnte die Lücke schließen und rief Rudi zu, dass wir zu zweit sind und er Gas geben soll. Kaum hatte er das mitbekommen, konnte ich sein Hinterrad schwer halten und wir vergrößerten den Vorsprung auf unsere ehemaligen Mitstreiter. Die schnelle Abfahrt zur Adelsbergstraße verlief problemlos und auch am letzten Berg drückten wir weiter hart durch. Auf einen Zielsprint wollten wir es nicht ankommen lassen und so beendete ich das Rennen als 9. in der Gesamtwertung und als 4. in der AK Wertung. Lediglich um 30 Sekunden hatte ich das Podest verpasst – das ist halt Sport. Nach einer Stärkung am besten Kuchenbuffet im Bikezirkus, gabs noch viel Radtalk. Nun ist wieder ein Radjahr geschafft und das Wintertraining klopft langsam an die Tür….gutes Sitzfleisch.
[Thomas E.] Nachdem ich bisher in Adelsberg immer nur eine Runde gefahren bin, wollte ich das schöne Wetter nutzen und erstamlig 2 Runden unter die Räder nehmen. Die Taktik war, im Mittelfeld gut mitzufahren, aus allen Schwierigkeiten rauszuhalten und gut ins Ziel zu kommen. Die erste und einzige Schrecksekunde erlebte ich in der Einführungsrunde, als sich, noch im großen Feld fahrend, ein vorausfahrender verbremste und stürzte. In einer Kettenreaktion verbremsten sich noch 2 oder 3 weitere Fahrer, bzw. knallten in das auf der Strecke liegende Rad. Für die Stürzenden geschah das ganze glücklicherweise an einer mit Streckenposten gesicherten Abbiegung, die Streckenposten werden sich geärgert haben, dass jetzt etliche Beulen in deren PkW zu sehen sein werden (die Räder sind in die Fahrzeuge gerutscht). Die erste Runde konnte ich realtiv unkompliziert mitrollen, die Abfahrten liefen besonders gut, nur manchmal ging mir fast die Strecke aus. In den Anstiegen fehlte mir, wie schon vermutet, immer wieder der entsprechende Motivationsschub. Dieser erfolgte, als die ersten Fahrer der 20 km Runde zu sehen waren, an denen ich recht locker vorbei fahren konnte. Nur leider kam auch gleich der Rückschlag: von hinten kamen die ersten 3 der 60km Runde vorbeigerauscht. Mit meinem Ergebnis bin ich dennoch zufrieden. Allerdings muß ich auch mit einem weinenden Auge feststellen, dass man ohne Trainingsplan und Leistungsdiagnostik mittlerweile nur noch unter "ferner liefen" mitfährt. Bei den ersten Veranstaltungen des ABM, zu Zeiten der Hobbysportler wäre ich mit der diesjährigen Zeit etwa 30 Plätze weiter vorn gelandet... Alles in allem war es wieder schön, an der Startlinie zu stehen und nicht immer nur die Fäden im Hintergrund zu spannen.
[Annemarie] Den echten Saisonabschluss stellte zum dritten Mal in Folge der Adelsberger Bikemarathon dar. Nachdem Superwetter angekündigt war und sich dieses auch sogleich nach dem Hellwerden zeigte, versprach der Tag nur Gutes.
Eine Team-Vogtland-Staffel kam ja leider nicht mehr zustande und ich hatte auch nicht gerade Lust allein mein Rennen zu fahren und irgendwie dachte ich auch, dass bei der Sonne 20 km genügen würden. Daher meldete ich am Wettkampftag noch auf eine Staffel um. Tobi – mein Freund – gab den Startfahrer. Er versprach nach 50 Minuten wieder da zu sein, aber irgendwie wollte es ihm nicht ganz gelingen. Schimpfend kam er nach 59 Minuten in der Wechselzone an. Ich raste los, fuhr stetig und beständig und meist kleine Gänge, so wie man es mir auftrug. Am Anstieg bei 11 km hatte ich das Pech, dass ich wohl zuvor doch zu langsam war und somit die Spitze der 20km-Runde vorbeilassen musste. Das ging zwar noch, aber einer Frau und einem älteren Herren vor mir gelang es nicht weiterzufahren, nachdem sie überholt wurden. Nachdem die Dame kurz quer stand, musste auch ich vom Rad. Darüber war ich nicht sehr böse, denn nun hatte ich meine Ausrede, warum ich laufe. Im Wettkampf konnte ich bisher dort noch nie vollständig hoch fahren. Weit schob ich nicht, dann fuhr ich weiter und der Verursacherin vorbei. Der Nächste Schock folge bei ca. 14 km: 2 Sportler von Tobi (beide U17) überholten mich… dabei waren sie offenkundig 10 Minuten nach mir gestartet. Nun gut, sie sind ja auch Leistungssportler und schlimm wäre, wenn sie sich keine Mühe gäben. Die restliche Strecke, bis auf die letzte Abfahrt Richtung Stadt, lief ganz gut und ab dem 15 Kilometer fühlte ich mich so gut, dass ich lieber noch eine zweite Runde gefahren wäre… endlich hatte ich meinen Tritt gefunden. Die Abfahrt war durch die Querrinnen recht gefährlich, während manch einer gekonnt sprang, schaffte ich das nicht jedes Mal und hatte ein wenig Bedenken um mein Rad – alles ging gut und auch der hinter mir hörte irgendwann wieder auf zu schimpfen. In der Wechselzone angelangt, schickte ich Felix in die Spur. Das war unser Joker. Er ist zwar erst 17, aber trainiert am Olympiastützpunkt in Altenberg. Seine Bestzeit erreichte Felix zwar nicht, aber es gab Schwierigkeiten mit denen wir nicht rechnen konnten. Ich kannte die Strecke und daher kümmerte es mich auch nicht, wenn die Ordner im Wald plauschten oder nicht ganz an ihren Posten standen. Felix hingegen hat sich 3-mal verfahren… glücklicherweise wurde er jedes Mal wieder zurückgerufen… aber Zeit kostete es dennoch. Dank Felix landete das Sachsen-Mix-Team (wir waren ja aus 3 verschiedenen sächsischen Vereinen – daher der Name) auf dem ersten von zwei Plätzen. Die Preise waren identisch, aber auf dem Pokal steht eben eine 1 und keine 2. Unserem jungen Gott schenkten wir zum Dank das gewonnene Sixpack, mal sehen, ob sein Trainer das auch so lustig findet – falls er es erfährt.
[Felix] Nun war es schonwieder so weit... Der dritte Oktober und
das damit verbundene letzte Rennen der Saison stand nun an. Da ich den letzten
anderhalben Monat aus zeitgründen kaum trainieren konnte, freute ich mich
dennoch das Rennen mitfahren zu können. Doch gerade mein letztes gestalltete
sich chaotischer als gedacht. Alles begann damit, dass ich auf halben Wege nochmal
umkehren musste um meine Klickies zu holen. Nach verspäteter Ankunft und etwas
umständlicher Anmeldung folgte gleich der nächste Schock. Nachdem das Radl
zusammengebaut und eine erste Runde eingerollert war wollte ich noch schnell
einen kleinen Kratzer provisorisch am Carbonrahmen abkleben lassen, als ich
darauf aufmerksam gemacht wurde, dass ich einen Rahmenbruch habe (meinen Sturz
die Woche zuvor hatte das Radl anscheinend doch nicht ganz so gut
weggesteckt:-( ). Nach kurzzeitigem wirren rumgerenne und gefrage bot mir ein
Fahrer von Fast-Zweiradhaus sein Trainingsrad an (danke nochmal:-)). Also war
die Frage nach dem fahrbaren Untersatz erstmal geklärt. Am Start reihte ich ich
mich im vorderen Mittelfeld ein und kam auch ohne weiteres gedrängel nach dem
Start vorwärts. Am ersten Berg gab ich gleich Vollgas um mich aus dem größten
Getümmel fernzuhalten. Gleichzeitig versuchte ich mich etwas mit dem
fahrverhalten etwas vertraut zu machen. Auf den ersten Geländepassagen noch
etwas vorsichtig wurde ich jedoch immer sicherer. Da das Feld in meiner Gegend
schon ziemlich zerissen war fuhr ich die erste Runde größtenteils allein um kam
auch recht flott vorwärts. Am letzten Berg wartete meine Liebste mit einem
Lächeln und einer neuen Flasche auf mich, worauf ich mich danach gleich in die
nächste Runde stürzte. Auf den Asphaltklilometern bevor es wieder in den Wald
ging hatte ich sehr mit dem Wind zu kämpfen und meine dicken 2.25Walzen
forderten viel Druck. Das zweite mal den Hammergrund hinauf zustrampeln erwies
sich für mich schon etwas schwieriger, doch auf der darauffolgenden Abbfahrt
konnte ich mich wieder ganz gut regenerieren. Trotz Erholung bergab verlief der
Rest mehr schlecht als recht. Mit stieß es öfters auf, jedoch ein richtiges
Bäuerchen konnte ich leider nicht machen. Ich wurde immer langsamer und fiel
zurück. Dies ging eine Zeit bis zum Adelsberg rauf, bis ich schließlich mich
komplett übergab und den ersten Teil meines Frühstückes reproduzierte. Danach
ging es anfangs, hoffte trotzdem auf die Erlösung bald die Zielinie überqueren
zu können. Endlich im Ziel angekommen, folgte der Rest meines Frühstückes. Abgesehen von meinem Trainingszustand und den Umständen
der letzten Kilometer verlief zumindest das Rennen reibungslos. Mit meiner
Leistung bin ich wegen meines Einbruches jedoch nicht zufrieden. Vielen Dank
nochmal für die Hilfsbereitschaft und das entgegengebrachte Vertrauen!
[Marco] Als Saisonabschluß war der ABM bei bestem Wetter ideal. Kurz entschlossen hatte ich mich mit Michael Heß und Toni Escher als Staffel gemeldet. Toni unser Wintersportler und Schnellstarter fuhr die erste Runde in einem Höllentempo und tauchte als erster in der Wechselzone auf. Er gab mir einen Vorsprung auf die nächste Staffel von ca. 1 min mit. Ich war nun der Gejagte und gab sofort Vollgas. Der Puls war sofort am Anschlag, die Strecke vor mir frei. Die Abfahrten gingen durch etwas Streckenkenntnis recht zügig. Am Steilanstieg im Wald lief ich dann auf die letzten der vor uns gestarteten Fahrer auf. Nun hieß es ständig rufen und überholen. Die kurzen Anstiege wurden ordentlich durchgedrückt. Ab und zu ein Blick zurück, aber kein Verfolger in Sicht. Der finale Anstieg ging nochmal in die Beine und so übergab ich mit noch 48sec. Vorsprung auf Michael. Er spurtete davon. Unterwegs ging leider seine Luftpumpe verloren, keine Zeit zu suchen. Die Verfolger im Nacken. Kurzzeitig konnte der Schlußfahrer des SV Werdau unseren Michael überholen. Doch mit Ehrgeiz und großem Kampf übernahm Michael am letzten Anstieg wieder die Führung und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. Ein schöner Erfolg und ein gutes Gefühl am Ende dieser Radsaison. Nun heißt es erstmal etwas pausieren und den Herbst genießen, bevor dann endlich wieder die weiße Pracht vom Himmel fällt und die Wintersportsaison beginnt.
[Julius] Nach 2 Wochen Wettkampfpause ging es heute zum Abschlusswettkampf nach Adelsberg. Die Motivation war hoch, denn die letzten Trainingseinheiten sahen vielversprechend aus. Bereits in der letzten Woche wurde die Wettkampfstecke mehrere Male unter die Reifen genommen und verschiedene Lienen / Taktiken ausprobiert. Das Wetter sah hervorragend aus und sollte rasante Rundenzeiten ermöglichen. Das heutige Ziel, unter die Top 6 zu kommen wurde beim Anblick der Startaufstellung fast unmöglich. So entschloss ich mich das Ziel auf eine Rundenzeit von unter 48 Minuten zu setzten und zu sehen welche Platzierung die Zeit ergibt. Nach Anmeldung und ersten Gesprächen mit den Teamkollegen sah ich mir den Start der 60km und feuerte unseren Jens ordentlich an. Danach drehte ich ein paar Testrunden und fuhr die letzten Meter im Zieleinlauf ab. Nach dem Start der 40km Strecke wurde es nun langsam ernst für mich. Ein paar schnelle Runden auf dem Sportplatz und rein in die Startaufstellung. Es waren alle bekannten Gesichter vertreten, doch als die TBR-Biker Bastian und Sebastian an den Start rollten verzog sich mein Gesicht. Das war harte Konkurrenz und obwohl ich Bastian beim Erzgebirgsradrennen in Markersbach auf den letzten Metern überholen konnte sollte es heute anders werden. Der Start erfolgte und eine Horde von Bikern drängte nach Vorn. Ich entschloss mich Richtung Schlösserholz an der Spitze zu fahren, da es fast zum Beinahe-Massensturz im Fahrerfeld gekommen wäre. So knallten wir in den ersten Anstieg rein, ich nahm raus und reihte mich an 10. Position ein. Das Tempo war recht moderat und auf der Abfahrt setzte ich mich dann doch an die Spitze um die 5 davonziehenden Fahrer einzuholen. Marcel Seidel fuhr als Solist ca. 200 Meter vor der Spitzengruppe und lies sich kurz vor dem Singeltrail wieder in die Gruppe fallen. Bis zum Sternmühlenthal wurde weiter im moderaten Tempo gefahren. Alles konzentrierte sich auf den folgenden Anstieg und nun auch auf das Überholen der ersten Langstreckler. Die Stimmung war super und die Zuschauer am Steilstück feuerten uns kräftig an. Marcel hatte schon wieder einen Vorsprung rausgefahren, Bastian folge und 20 Meter Markus Thiel, mit dem ich den Anstieg zusammen fuhr. Auf der Flachpassage bemerkte ich, wie der Abstand größer wurde. Ich gab nun alle Kräfte frei und konnte mich von meinen Mitstreitern absetzen. In der Abfahrt lies ich es laufen und konnte nun zusammen mit Marcel und Bastian Richtung Adelsbergturm fahren. Der Abstand zu den Verfolgern vergrößerte sich und Marcel machte mit einigen Power-Attacken deutlich wen es heute zu schlagen gilt. Dennoch fuhren wir zusammen in die Abfahrt zum Hammergrund hinein. Ich überholte Marcel, der auf Sicherheit setzte, und konnte mit Vmax auf dem anschließenden Feld einen Vorsprung von 100 Metern rausfahren. Auf der Dorfstraße sah ich die beiden von hinten heranfliegen und nahm etwas raus. Im Zielanstieg katapultierte sich Marcel förmlich mit Wauschi vorbei und ich musste eine Lücke reißen lassen, die ich bis zum Ziel nicht mehr schließen konnte. Mit 3 Sekunden Abstand rauschte ich als 3. der Gesamtwertung ins Ziel. Die Freude war groß, denn sowohl die 48 Minutenmarke als auch die Top 6 wurden geknackt. Nach dem Ausfahren mit Wauschi stand nun das üppig gefüllte Kuchenbüffet auf dem Programm. Die ca. 5°C kalten Duschen waren genau so kalt wie im letzten Jahr und erfreuten sich an „regem“ Besuch. Siegerehrung und Bike-Talk ließen nicht lange auf sich warten. So ging ein wunderschöner Tag bei herrlichem Sonnenschein langsam zu Ende. Am Abend wurde nun die Reise nach Zittau, ins Winter-Trainingslager ;-) bzw. zum Studium angetreten. Jetzt heißt es erstmal den Sattel mit dem Hörsaal zu tauschen.
Impressionen
Letzte Änderung: Oct 10 2011 (10:41 Uhr)
ZurückKommentare
Kommentar hinzufügen












